Kategorie: In der Presse

  • „An Opfer sollte dauerhaft erinnert werden“ – Eigentümer des Waldfriedhofs bekennt sich zu Gedenken

    Vor einem Jahr wurden Gebeine auf dem ehemaligen Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterfriedhof gefunden. Der Verdacht besteht, dass dort nach wie vor Menschen anonym verscharrt sind. (s. auch hier.)

    Die MAZ hat den Besitzer des Grundstücks zu seinen Plänen interviewt. Auf die Frage, ob er die Einrichtung einer Gedenkstätte unterstützen würde, bekennt er sich erfreulich deutlich:

    „Ja, selbstverständlich. Wir betreiben dort Forstwirtschaft, aber für den wirtschaftlichen Gesamtbetrieb ist die Fläche nicht von Bedeutung. Die Gedenkstätte war jahrzehntelang
    weitgehend in Vergessenheit geraten. Ich finde, sie darf nicht erneut vergessen werden. An die Opfer sollte dauerhaft erinnert werden.“

    Der Ball liegt also bei der Kommune, die nach dem Kriegsgräbergesetz für die Einrichtung von Gräbern für Kriegs- und NS-Opfer zuständig ist.

    Der Artikel findet sich hier, ist aber mit einer Paywall versehen.

  • Deutschlandhalle Ludwigsfelde: Der Zwangsarbeit auf der Spur – Bericht im Blickpunkt

    Unter dem Motto „Vergessen ist eine Entscheidung“ hatte Anfang Juni 2026 der Ludwigsfelder Arbeitskreis „Zwangsarbeit gedenken“ zu einem Gedenkspaziergang am Birkengrund eingeladen. Gut 30 interessierte Bürger sowie Stadtverordnete nutzten die Chance, um sich selbst ein Bild von dem geschichtsträchtigen Ort der ehemaligen Halle 24 zu machen.

    Die Zeitung Blickpunkt berichtet hier.

  • Gebaut auf Zwangsarbeit

    Im aktuellen nd-Die Woche widmet Christian Lelek den Auseinandersetzungen um die Überbauung des KZ-Außenlagers »Halle 24« und dem Umgang mit dem Waldfriedhof eine Doppelseite.

    Neben Andrea Genest von der Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Mitarbeitenden des Museums Ludwigsfelde kommt auch der AK Zwangsarbeit gedenken zu Wort. Unser Mitglied Cornelia Chmiel benennt die Forderung nach einem Gedenkort.

    Den ganzen Artikel gibt es ohne Paywall hier.

  • Untersuchungen sollen im Juni starten berichtet die MAZ

    Ein Jahr nach dem Fund menschlicher Gebeine auf dem ehemaligen Waldfriedhof an der Autobahn A10 im Ludwigsfelder Stadtgebiet sollen Untersuchungen zeigen, ob auf dem Gelände noch massenhaft menschliche Gebeine ehemaliger Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener liegen, berichtet die MAZ.

    Der Beitrag ist hier nachzulesen.

  • SPIEGEL berichtet über Waldfriedhof Ludwigsfelde

    Heute vor 85 Jahren überfiel Deutschland die damalige Sowjetunion. 2,8 Mio. Frauen, Männer und Kinder wurden u.a. aus der Ukraine, Belarus & Russland zur Zwangsarbeit verschleppt, ca. 3,3 Mio. Kriegsgefangene durch Verhungernlassen & unmenschliche Behandlung getötet.

    Der aktuelle SPIEGEL widmet sich dem Nachwirken des verbrecherischen Angriffskrieges auch am Beispiel der Stadt Ludwigsfelde und spricht dazu mit dem AK Zwangsarbeit gedenken.

    Zum Spiegel-Beitrag.

  • AK Zwangsarbeit gedenken mit Franz-Bobzien-Preis ausgezeichnet

    Der Arbeitskreis ist mit dem Franz-Bobzien-Preis der Gedenkstätte Sachsenhausen und der Stadt Oranienburg ausgezeichnet worden.

    Die Auszeichnung mit einem Preis, der den Namen von Franz Bobzien trägt, ist eine Ehre.Franz Bobzien hat sich unter Todesgefahr für seine politischen Ideale eingesetzt. Der unermesslichen Gewalt im KZ Sachsenhausen zum Trotz hat er sich für die Jugendlichen im Lager eingesetzt und ihnen Halt und Wärme gegeben. Der Name des Preises nehmen wir daher als einen Auftrag an, die Opfer des NS-Regimes zu erinnern. Dass ihre Geschichte zumindest lokal – wie am Bespiel des Ausmaßes der NS-Zwangsarbeit – mittlerweile wieder eine vergessene Geschichte ist, wollen wir nicht akzeptieren. 

    Der Pädagoge Franz Bobzien wurde als Sozialist politisch verfolgt. Nachdem er 1933 zunächst erfolgreich untertauchte, wurde er 1934 aus den Niederlanden abgeschoben. Es folgten und Inhaftierung und Aufenthalte in der verschiedenen KZ. In Sachenhausen war er zeitweise sogenannter Blockältester einer Baracke mit Jugendlichen. Den polnischen und tschechischen Jugendlichen half er Deutsch zu lernen, um ihre Überlebenschancen im KZ zu erhöhen.

    Der Tagesspiegel berichtet über den Preis hier.

  • Zeitzeuge Dr. Ulrich Viets erinnert sich an Knochenfunde in seiner Kindheit in den 1950er-Jahren

    Zeitzeuge Dr. Ulrich Viets erinnert sich an Knochenfunde in seiner Kindheit in den 1950er-Jahren

    In ihrer Ausgabe vom 18.02.2026 berichtet die MAZ über Zeitzeugen, die bereits in den 1950er Jahren auf Knochen auf dem vermeintlich beräumten Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiter*innen-Friedhof wahrgenommen haben. (s. dazu auch: Pressemitteilung des AK Zwangsarbeit gedenken zu den Knochenfunden)

    Zum Artikel: hier.

  • Wohnungsbau in der Nähe des Kriegsgefangenen & Zwangsarbeiter*innenfriedhofs

    Wohnungsbau in der Nähe des Kriegsgefangenen & Zwangsarbeiter*innenfriedhofs

    Die MAZ berichtet in Ihrer Ausgabe vom 10.02.2026 von Plänen der Elka Intercompany Verwaltungs GmbH in der Nähe des früheren Friedhofs für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter*innen Wohnungen zu errichten.

    Auch wenn der Investor davon ausgeht, dass die Baumaßnahmen das ehemalige Friedhofsgelände nicht tangieren – nach den Knochenfunden im vergangenen Jahr (s. dazu Pressemitteilung des AK Zwangsarbeit gedenken)haben bisher keine systematischen Sondierungen stattgefunden.

    Bauarbeiten können aus unserer Sicht erst beginnen, wenn geklärt ist, was mit dem Gelände geschehen wird.

    Zum Artikel hier.

  • RBB berichtet über Zwansarbeiter:innenfriedhof

    Brandenburg aktuell vom RBB berichtete in der Ausgabe vom 03.01.2026 über die mutmaßlich nicht bestatteten Verstorbenen auf dem Kriegsgefangenen- & Zwangsarbeit:innenfriedhof in Ludwigsfelde.

  • MAZ berichtet über Zwangsarbeitsfriedhof

    Die Märkische Allgemeine berichtet über ein Schreiben der Landrätin Kornelia Wehlan an Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum zur Einschätzung der Behörden über die Zuständigkeiten für die Feststellung und Erhaltung des ehemaligen Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiter:innenfriedhofs an der A100.

    Landkreis und Stadt seien noch im August 2023 zu der Schlussfolgerung gelangt, dass es keinen Handlungsbedarf gebe, um Sondierungsmaßnahmen durchzuführen. Der Fund der Gebeine im vergangenen Sommer (s. dazu die Pressemitteilung des AK Zwangsarbeit gedenken) habe nun dazu geführt, dass die zuständigen Stellen aktiv geworden seien. Die Zuständigkeit hierfür liege bei der Stadt Ludwigsfelde.

    Gleichzeitig stellt der Beitrag fest, dass oberflächlich Gebeine zu finden seien. Aus Sicht des Arbeitskreises sollte schnellstmöglich eine Sicherung des Geländes veranlasst werden.

    Der ganze Artikel findet sich hier.