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Der Arbeitskreis Zwangsarbeit gedenken setzt sich für ein würdiges Erinnern an die Geschichte von Zwangsarbeit in Ludwigsfelde und an die durch Zwangsarbeit ausgebeuteten Menschen ein.

Die Industriestadt Ludwigsfelde im Süden Berlins war bis zum Spatenstich des damaligen Daimler-Benz-Werks ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnerinnen und Einerwohnern. Innerhalb weniger Jahre entstand hier ab 1936 ein wichtiger Rüstungsstandort für die Produktion von Flugzeugmotoren. Mit Kriegsbeginn wurde ein riesiger Lagerkosmos für Kriegsgefangene, ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie KZ-Häftlinge aufgebaut. Weitere Lagerkomplexe existieren in der an Ludwigsfelde angrenzenden Gemarkung Genshagen nahe des heutigen Bahnhofs Birkengrund.

Ausländische Arbeitskräfte bildeten schließlich während des Zweiten Weltkrieges die Mehrzahl der bei Daimler tätigen Belegschaft. Im Jahr 1944 arbeiten neben den 6.075 deutschen Arbeitskräften und unter den Augen der Ludwigsfelderinnen und Ludwigsfelder 6.631 sogenannte ausländische Zivilarbeiter:innen, die zum Teil angeworben, teils aus den von Deutschland besetzten Gebieten verschleppt worden waren. Hinzu kamen 2.146 Kriegsgefangene, die unter Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung und das Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen in der Rüstungsindustrie eingesetzt wurden. Zu diesen kamen 3.850 KZ-Häftlinge, die bei Daimler Benz zur Arbeit gezwungen worden waren.

In der Stadt erinnert derzeit wenig an diese Menschen. Wir wollen das ändern.

„Die Geschichte des Außenlagers Genshagen zeigt beispielhaft, dass breite Schichten der deutschen Bevölkerung in unmittelbarer Art und Weise mit diesen Orten des systematischen Terrors und Tötens in Berührung gekommen sind.“

Stephan Jegielka (Historiker)

„Im Jahr 1966 und 1971 nach Ludwigsfelde gezogen, ging ich die ersten Schuljahre in einer ehem. Kriegsgefangenen-Baracke in die Schule (Ernst-Thälmann-Oberschule). Die massive Prägung der Stadt in der Nazizeit durch Zwangsarbeiter war auch damals kein Thema. Es ist so wichtig, dass das nun sichtbar gemacht wird.“  

Bernhard H.

Die Zeit läuft … ab!

Bis heute tut sich Ludwigsfelde mit der Erinnerung an die ausländischen Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge schwer. Die meisten Zeitzeug:innen sind verstorben. Einen dauerhaften öffentlichen Erinnerungsort an den Lagerstandorten gibt es bisher nicht. Einem der der authentischen Orte droht die Überbauung bei der Entwicklung eines Gewerbegebiets und der ehemalige Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiter:innenfriedhof ist bis heute nicht gesichert. Aber es tut sich auch etwas …

Aktiv werden

Zwangsarbeitsorte in Ludwigsfelde

Auf der Karte findet sich eine kleine exemplarische Auswahl von Lagerstandorten und Begräbnisstätten auf dem Gebiet der Stadt Ludwigsfelde. Klicken Sie auf die Karte, um weitere Informationen zu erhalten.


Literatur

Das Buch von Martina Dietrich versammelt 13 strukturierte Interviews mit Zwangsarbeiter*innen aus verschiedenen Ländern.

Es ist leider nur noch antiquarisch erhältlich.

Helmuth Bauers Buch zu weiblicher KZ-Zwangsarbeit in Ludwigsfelde ist ein Standardwerk. Es enthält Interviews mit Überlebenden und wird durch Bauers eigene jahrzehntelangen Recherche ergänzt.

Kerstings Band besteht aus Texten über eine Vielzahl von NS-Zwangslagern in Brandenburg. Darunter sind informative Beiträge zu Ludwigsfelde, aber auch zum Stalag III A und dem Zwangsarbeitslager in Trebbin.

Neil Gregors Arbeit beschäftigt sich umfassend mit der Geschichte der Daimler-Benz AG im Nationalsozialismus. Zwangsarbeit ins Genshagen, aber auch Hintergründe zur Entstehung des Werks werden im Buch behandelt.

Der italienische Militärinternierte Attilio Iori schrieb während seiner Gefangenschaft zwischen 1943 und 1945 ein Tagebuch. Als Zwangsarbeit war er in Genshagen und später in Obrigheim eingesetzt.

Stephan Jegielkas Buch beschäftigt sich Schwerpunktmäßig mit KZ-Zwangsarbeit bei Daimler Benz. Dabei beleuchtet er die Lebensbedingungen, aber wirft auch Schlaglichter auf Täter*innen im Betrieb und bei der SS.

Verlässliche Informationen über die Zwangslager in Ludwigsfelde sind verstreut. Gleichzeitig existieren viele Mythen und Halbwissen. Deshalb haben wir hier eine Auswahl der Literatur zusammengestellt.

Aktuell

  • 09.12.2022

    MAZ berichtet über Waldfriedhof

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Heute

Der Stern und sein Schatten

Der Film „Der Stern und sein Schatten – Zwangsarbeit bei Daimler-Benz“ von Helmuth Bauer und Eicke Schmitz entstand im Jahr 1991 und ist eine Pionierarbeit des Erinnerns an die Zwangsarbeit in Ludwigsfelde.

Der Film führt zurück in die Zeit der Rückkehr von Daimler-Benz nach Ludwigsfelde. Diese ruft Kontroversen über den Umgang mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit durch den Rüstungsbetrieb auf. Die Dokumentation beleuchtet die Debatten in der Stadt und im Werk in den frühen 1990er Jahren.

www.zwangsarbeit-ludwigsfelde.de

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