In der Sendung vom 26.09.2026 berichtet der RBB über die Situation am ehemaligen Friedhof für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter an der Autobahn bei Ludwigsfelde.
Schlagwort: Waldfriedhof
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Untersuchung mit Bodenradar zeigt große Zahl mutmaßlicher Gräber
Seit längerem besteht der Verdacht, dass in dem Waldstück auf dem Gelände des früheren Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeitendenfriedhofs an der Autobahn nach wie vor Gebeine liegen.
Untersuchungen haben diesen Verdacht erhärtet. Darüber berichtet die MAZ am 24.09.2026.
Sie zitiert Bürgermeister Andreas Igel mit der Aussage, dass auf dem Kriegsopferfriedhof noch so viele Opfer liegen, „dass wir kaum eine Umbettung vornehmen können“. Er sagt:
„Es gibt aber kaum einen Zweifel daran, dass wir das Gelände unter Schutz stellen müssen. Anschließend werden wir dort eine dauerhafte Gedenkstätte einrichten“.Der AK Zwangsarbeit gedenken begrüßt das Bekenntnis der Stadt zur Einrichtung eines würdigen Gedenkorts. Der Arbeitskreis und andere Initiativen wie der Geschichtsverein hatte diesen Schritt in der Vergangenheit gefordert.
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„An Opfer sollte dauerhaft erinnert werden“ – Eigentümer des Waldfriedhofs bekennt sich zu Gedenken
Vor einem Jahr wurden Gebeine auf dem ehemaligen Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterfriedhof gefunden. Der Verdacht besteht, dass dort nach wie vor Menschen anonym verscharrt sind. (s. auch hier.)
Die MAZ hat den Besitzer des Grundstücks zu seinen Plänen interviewt. Auf die Frage, ob er die Einrichtung einer Gedenkstätte unterstützen würde, bekennt er sich erfreulich deutlich:
„Ja, selbstverständlich. Wir betreiben dort Forstwirtschaft, aber für den wirtschaftlichen Gesamtbetrieb ist die Fläche nicht von Bedeutung. Die Gedenkstätte war jahrzehntelang
weitgehend in Vergessenheit geraten. Ich finde, sie darf nicht erneut vergessen werden. An die Opfer sollte dauerhaft erinnert werden.“Der Ball liegt also bei der Kommune, die nach dem Kriegsgräbergesetz für die Einrichtung von Gräbern für Kriegs- und NS-Opfer zuständig ist.
Der Artikel findet sich hier, ist aber mit einer Paywall versehen.
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MAZ berichtet über Waldfriedhof
Auf dem eingeebneten früheren Waldfriedhof nahe dem Ludwigsfelder Westverbinder wurden neben Kriegsgefangenen auch KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiterinnen bestattet oder häufig eher verscharrt. Es gibt begründete Zweifel, ob alle Toten umgebettet wurden.
Die Märkische Allgemeine berichtet hier über das Thema.
Zu einem würdigen Gedenken an die in Ludwigsfelde gestorbenen und ermordeten Zwangsarbeiter*innen gehört, dass nicht bestattete Tote würdig begraben werden.
